Die Säulen unseres Governance-Modells
RINA besteht aus der Muttergesellschaft RINA S.p.A., der Holdinggesellschaft, die die wichtigsten Tochtergesellschaften RINA Services S.p.A., RINA Consulting S.p.A. und RINA Prime Value Services S.p.A. kontrolliert. Um die Einhaltung der geltenden Anerkennungs-, Zulassungs-, Melde- und Akkreditierungsvorschriften, einschließlich derer zur Gewährleistung der Unparteilichkeit, sicherzustellen, unterliegen die Tochtergesellschaften der Leitung und Koordination durch die Holdinggesellschaft in den Bereichen Strategie, Finanzen, Verwaltung, Personalmanagement, Organisation, Management und Geschäftskontinuität. Technische und operative Entscheidungen hingegen verbleiben in der alleinigen Verantwortung der Tochtergesellschaften und der von ihnen kontrollierten Unternehmen.
Die Säulen des Governance-Modells von RINA sind:
Die strikte Trennung der Aufgaben zwischen den Leitungsorganen sowie eine Unparteilichkeitsrisikobewertung zur Identifizierung und zum Management von Unparteilichkeit und dem Risiko von Interessenkonflikten in den Unternehmensbeziehungen gewährleisten die Einhaltung der geltenden Unparteilichkeitsregeln. Das Organisations- und Governance-Modell wurde im Laufe der Jahre von der Europäischen Kommission, der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA), der italienischen Akkreditierungsstelle Accredia und vielen anderen Akkreditierungsstellen weltweit geprüft.
Im Rahmen ihres Governance-Modells hat RINA den Risiko- und Prüfungsausschuss, den ESG-Ausschuss, den Ausschuss für Transaktionen mit verbundenen Parteien und den Corporate Compliance Board eingerichtet. RINA hat sein Antikorruptionsmanagementsystem gemäß der Norm ISO 37001:2016 zertifizieren lassen. Die Unternehmen der RINA-Gruppe wenden Qualitätsmanagementsysteme nach der Norm ISO 9001 an. Im Bereich Informationssicherheit nutzt RINA ein zertifiziertes Managementsystem nach der Norm ISO 27001:2013.
Der Vorstand der Holdinggesellschaft übernimmt die Aufgabe, die gesamte RINA‑Gruppe zu steuern, zu koordinieren, zu überwachen und zu kontrollieren. Er legt die Corporate-Governance-Struktur der Gruppe fest und bestimmt die grundsätzliche Ausrichtung der Führung der Tochtergesellschaften sowie der RINA‑Gruppe insgesamt.
Darüber hinaus beurteilt er die Angemessenheit der Organisationssysteme der Tochtergesellschaften im Hinblick auf Geschäftsentwicklung und Risikomanagement, auf Grundlage der geltenden Satzungen und Rechtsvorschriften.
Das Kontrollgremium ist verantwortlich für das Organisations-, Management- und Kontrollmodell, das darauf abzielt, die verwaltungsrechtliche Haftung juristischer Personen zu minimieren.
Es überwacht die Anwendung des Ethikkodex auf Grundlage von Daten und Informationen, die von der Internen Revision und/oder über Hinweisgeber (Whistleblowing) bereitgestellt werden. Darüber hinaus gibt es verbindliche Stellungnahmen zu dessen Auslegung ab, führt regelmäßige Überprüfungen durch und unterbreitet dem Management Änderungsvorschläge.
Dieser Ausschuss unterstützt den Vorstand und den CEO von RINA S.p.A. bei der Identifizierung, Bewertung und Steuerung strategischer, finanzieller, operativer und Compliance-Risiken im Zusammenhang mit den Aktivitäten der Holdinggesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften.
Die im Januar 2024 überarbeitete RINA-Richtlinie zum unternehmensweiten Risikomanagement (Enterprise Risk Management Policy) legt unser Engagement für die Entwicklung eines Rahmenwerks für das unternehmensweite Risikomanagement (Enterprise Risk Management, ERM) dar.
Der Compliance-Ausschuss stellt Richtlinien bereit, um sicherzustellen, dass die Aktivitäten von RINA den Anforderungen der Unparteilichkeit gemäß den geltenden Standards sowie den Anforderungen an Integrität, Vertraulichkeit und fairen Wettbewerb entsprechen.
Diese Funktion überprüft die Einhaltung des Ethikkodex, bearbeitet Meldungen über potenzielle Verstöße und übermittelt die Ergebnisse dieser Tätigkeiten an die Kontrollstelle.
Dieser neu eingerichtete ESG‑Ausschuss unterstützt den Vorstand und den CEO von RINA S.p.A. bei der Identifizierung, Steuerung und Überwachung der ESG‑Strategie von RINA. Dieses geschieht in Bezug auf interne Themen als auch auf geschäftsrelevante Aspekte. Zudem fördert er eine Kultur der Nachhaltigkeit innerhalb des Unternehmens.
Der Ausschuss für Transaktionen mit nahestehenden Parteien unterstützt den Vorstand bei der Steuerung von Transaktionen (RPTs). Er gibt eine begründete und verbindliche Stellungnahme zum unternehmensinternen Interesse an der Durchführung einer RPT, deren Zweckmäßigkeit für das Unternehmen, deren inhaltlicher Fairness und deren Übereinstimmung mit den Unternehmensrichtlinien ab. Der Ausschuss überwacht regulatorische und gesetzliche Entwicklungen im Zusammenhang mit RPTs und aktualisiert fortlaufend die entsprechenden Verfahren und Richtlinien des Unternehmens. Der RPTC arbeitet zudem eng mit der Abteilung für Compliance, Compliance und Risiko (GCPRI), dem Aufsichtsrat, dem Kontroll- und Risikoausschuss sowie der Aufsichtsbehörde der RINA S.p.A. zusammen.
.